Warum ist es so schwer, sich selbst zu überwinden..?

Susanna Suter, Blogartikel "Warum ist es so schwer, sich selbst zu überwinden?"

Immer wieder stelle ich eine Diskrepanz zwischen der seelischen und der menschlichen Ebene fest. Auf der seelischen Ebene ist alles rein, voll Freiheit, und der Weg scheint klar. Alles ist okay. Aber dann ängstigen wir uns, und unser Menschsein kommt nicht damit klar. Unser Verstand verbietet uns geradezu, diese Einfachheit anzunehmen.

 

So erging es mir, als ich das erste Mal mit dem Gedanken spielte, einen Blog zu schreiben – bis es schließlich so weit war, verging ca. ein Jahr. Ein kritischer Leser mag sich gerade fragen, ob ich vorhatte, einen Blog zu schreiben oder einen Grosskonzern zu übernehmen. Und ehrlich gesagt, manchmal fühlte es sich so an. Was war geschehen? Ganz einfach: Aus der Leichtigkeit der Idee wurde ein Grossprojekt des Verstandes. Mein irdisches Ich stellte sich Fragen über Fragen, bis mein Kopf voll davon war. Wie soll ich es angehen, welche Kanäle soll ich nutzen, wie viel soll ich über mich erzählen …? Und immer blieb nur eine Antwort übrig: Wenn ich nicht damit anfange, werde ich es nie erfahren. Und auch wenn ich noch nicht wusste, wie ich all meine Ideen umsetzen wollte, und manchmal eine Heidenangst davor hatte, stand eines fest: Ich wollte es erfahren! Trotz all meiner Unsicherheiten hat mein Innerstes mich angetrieben, es zu tun. Es streckte mir seine Hand entgegen und sagte sanft: «Spring». Während ich diesen Text schreibe, sehe ich einem Eichhörnchen zu. Es klaut Apfelstücke aus einem Wintervogelhäuschen, stopft sie sich in die Backen und hüpft heldenhaft mit allen vier Pfötchen weit ausgestreckt auf das Geländer, das nicht weit davon entfernt ist. Immer und immer wieder: Apfelstückchen ins Mäulchen und springen.

 

Und da der Sprung doch sehr wagemutig erscheint, frage ich mich: Weshalb tut es das? Ganz einfach: Das Vogelhäuschen ist ihm zu eng. Ja, es könnte den Apfel auch dort essen, müsste sich aber ordentlich klein machen. Es möchte aber seine Beute geniessen und nimmt den Sprung auf das Geländer immer wieder in Kauf, und irgendwie scheint es ihm auch Spass zu machen.

Und so werde ich es ihm gleichtun. Nein, natürlich werde ich nicht mit Backen voller Apfelstückchen auf irgendwelche Geländer hüpfen. Aber es wird mir gerade bewusst, dass mir meine Komfortzone zu eng geworden ist: Irgendwie hat es mir hier einfach zu viele Fragezeichen. Und jedes Fragezeichen raubt Platz für meine Ideen, Wünsche und Hoffnungen. Und meine Lust auf Neues scheint langsam daran zu ersticken. Und deshalb wird es nun definitiv Zeit zu springen …

 

Liebe, Licht und Frieden für dich und deine Wünsche, Träume und Sehnsüchte und das Bewusstsein, dass du nicht alleine bist!

 

 

Fühl' dich umarmt geliebt und gesegnet.

 

P. S. Fehlt dir manchmal die Luft zum Atmen und fühlst du Angst und Enge in der Brust? Dann kann es gut sein, dass du in irgendeinem Bereich deines Lebens innerlich schon lange zum Sprung angesetzt, es aber nie vollendet hast.

Sei also mutig und spring. Für DICH, für DIE WELT, für uns ALLE !

 

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